Lithotherapie
Lithotherapie, abgeleitet vom Griechischen „lithos“ (Stein) und „therapeia“ (Therapie), ist eine komplementäre oder integrative Heilmethode, die Steine, Edelsteine und Kristalle zur Förderung des körperlichen, seelischen und geistigen Wohlbefindens einsetzt. Sie basiert auf Schwingungsresonanz, aber auch auf der Farbe und chemischen Zusammensetzung der einzelnen Steine, insbesondere in der „wissenschaftlichen Lithotherapie“
Gängige Anwendungsmethoden: Eine der bekanntesten ist der „direkte Kontakt“ mit dem Patienten. Die Vibration und Resonanz des Steins helfen, die Energie des Patienten zu verfeinern oder auszugleichen; es handelt sich daher um eine bioenergetische Therapie.
Die chemische Zusammensetzung des Steins bildet die Grundlage der jeweiligen Methode. So werden beispielsweise Steine mit hohem Eisengehalt zur Stärkung des Blutes, lithiumreiche Steine gegen Angstzustände und Kupfersteine bei Entzündungen eingesetzt. Sie werden üblicherweise auf die Energiezentren oder Chakren gelegt. Alternativ werden sie in Form von homöopathisch verdünnten Elixieren oral eingenommen.
In der Lithotherapie existieren zwei Arten von Veröffentlichungen. Die umfangreichste ist die esoterische Literatur, die Steinen magische Eigenschaften ohne jegliche Grundlage oder logische Erklärung zuschreibt. Daneben gibt es einige Bücher zur wissenschaftlichen Lithotherapie, verfasst von Ärzten und anderen sachkundigen Autoren. Einer von ihnen ist Robert Blanchard, dem zufolge die Wirksamkeit der Lithotherapie auf Quantenphysik und Bioenergetik beruht. Seine Hauptthese ist, dass Mineralien aufgrund ihrer perfekten Atomstruktur konstante elektromagnetische Wellen aussenden. Er versucht, sich von der Mystik um die Steine zu lösen und konzentriert sich stattdessen auf Ionen, Hertzsche Frequenzen und molekulare Resonanz. Sein Ansatz ist deutlich rigoroser und analytischer als der der meisten anderen Autoren.
Biomagnetismus
Biomagnetismus (auch bekannt als Biomagnetische Paartherapie) ist eine komplementäre Therapie, die mit mittelstarken Magneten den pH-Wert des Körpers ausgleicht. Anders als die konventionelle Magnetfeldtherapie (die typischerweise einen einzelnen Pol zur Entzündungshemmung nutzt) verwendet der Biomagnetismus Magnetpaare (einen positiven und einen negativen Magneten), die an spezifischen Punkten platziert werden, um Krankheitserreger zu bekämpfen und die Gesundheit wiederherzustellen.
Die zugrundeliegende Theorie, entwickelt 1988 von dem mexikanischen Arzt Dr. Isaac Goiz Durán, besagt, dass Krankheiten mit Veränderungen des Säure- oder Basengehalts (pH-Wert) bestimmter Organe zusammenhängen. Das Konzept der „Paare“ geht davon aus, dass Krankheitserreger (Viren, Bakterien, Pilze und Parasiten) sich bevorzugt in Bereichen mit einem gestörten pH-Wert vermehren.
Neutralisierung: Durch das Platzieren von Magneten mit entgegengesetzten Ladungen an entsprechenden Punkten soll der pH-Wert neutralisiert werden. In einem pH-neutralen Milieu sollen Krankheitserreger ihre Überlebens- und Vermehrungsfähigkeit verlieren, wodurch der Körper auf natürliche Weise heilen kann.
Wie läuft eine Sitzung ab?
Scan: Der Therapeut führt üblicherweise einen biomagnetischen Scan durch. Dabei werden die Muskelreaktionen (meist Verkürzungen oder Verlängerungen der Beine) beobachtet, während verschiedene Punkte am Körper genannt werden. Sobald die Ungleichgewichtspunkte lokalisiert sind, werden Magnete (natürliche Magnete, nicht elektrisch angeschlossen) über die Kleidung des Patienten gelegt. Der Patient bleibt mit den Magneten etwa 15 Minuten liegen.
Häufige Vorteile und Anwendungsgebiete:
Obwohl es sich um eine integrative Therapie handelt und sie die konventionelle medizinische Behandlung nicht ersetzen sollte, berichten Anwender von positiven Effekten bei Infektionen, Grippe, Sinusitis, Verdauungs- oder Harnwegsproblemen, chronischen Schmerzen, Migräne, Fibromyalgie und Gelenkschmerzen. Bei emotionalen Störungen trägt sie zur Reduzierung von Stress und Angstzuständen bei, indem sie das Nervensystem ausgleicht.
Vorsichtsmaßnahmen und Kontraindikationen:
Es handelt sich um eine nicht-invasive und im Allgemeinen sichere Technik. Es gibt jedoch drei Kontraindikationen:
1. Herzschrittmacher: Magnetfelder können die Funktion implantierter elektronischer Geräte beeinträchtigen.
2. Chemotherapie: Die Anwendung wird während der aktiven Behandlung und in den darauffolgenden Monaten nicht empfohlen, da sie die durch die Chemotherapie angestrebte kontrollierte Toxizität beeinträchtigen könnte.
3. Schwangerschaft: Vorsichtshalber sollten Magnete nicht in der Nähe des Fötus angewendet werden.
